Die Motologie versteht sich als Wissenschaft von der menschlichen Bewegung und befasst sich mit den Zusammenhängen von Motorik, Persönlichkeit und Umwelt. Die Motologie sieht einen engen Zusammenhang zwischen der motorischen Entwicklung und der Persönlichkeitsentwicklung eines Menschen. Sie beschäftigt sich mit möglichen Störungen und Behinderungen dieser Entwicklung und deren Behandlung. Sie ist gegliedert in vier Anwendungsbereiche:
Die Motologie geht davon aus, dass durch Bewegungsarbeit und Bewegungsangebote die Persönlichkeit und die Handlungskompetenz der Klienten gefördert werden kann. Beeinflusst wurde die Motologie u.a. durch die Arbeiten von J. Piaget und V.v. Weizsäcker. Die Psychomotorik in Deutschland entstand in den 50’er Jahren des letzten Jahrhunderts und ist eng mit dem Namen von Prof. Kiphard verbunden. Die von ihm entwickelten Methoden verbreiteten sich schnell, und es entstand die Notwendigkeit eine fundierte Ausbildungsmöglichkeit zu schaffen und aus der Idee einen Beruf zu machen. So wurde 1983 in Marburg der erste Studiengang zum Diplom-Motologen gestartet.
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